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Es geht auch ohne: Ohne Makler verkaufen!

Geschrieben von Boris Weder an 2. September 2019
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Der Immobilienverkauf läuft nicht von allein: Immobilien und die damit verbundenen rechtlichen vielen Besonderheiten müssen beachtet, zu viele Stolpersteine übersprungen werden. Der Immobilienverkauf in Gänze, ohne fachliche Beratung, ist selten zu empfehlen. Als Ausnahmen sind hier sicherlich Verkäufe innerhalb der Familie und des Freundeskreises benennen. Jedoch kann es auch hier zu unvorhersehbaren Unwägbarkeiten kommen, wenn z.B. eine der beteiligten Parteien sich im Nachgang benachteiligt fühlt. Ein objektiver Berater kann hier schlechte Gefühlte verhindern.

Sollten Sie sich in Zahlungsschwierigkeiten befinden oder die Kredite gekündigt sein, so folgen Sie gerne diesem Link. „Von der Insolvenz bedroht“. Hier finden Sie auf unserer Webpräsenz wichtige Hinweise für den Fall der Fälle.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Eckpunkte rund um den Immobilienverkauf aufgelistet. Diese speziellen Themen haben wir in 10 Bereiche unterteilt:

  • Die Vorbereitung
  • Der richtige Kaufpreis
  • Das Exposé
  • Die Bilder
  • Die Pläne und Unterlagen
  • Die Qualifikation von Interessenten
  • Die Besichtigung
  • Die Verhandlung
  • Der Kaufvertrag
  • Die Immobilienübergabe

Möchten Sie die Beratung eines gut ausgebildeten und umsichtigen Immobilienmaklers in Anspruch nehmen, kontaktieren Sie einfach eine der hier qualifizierten Fachfirmen. Dies macht übrigens auch Sinn, wenn sich das Verkaufsobjekt in Flensburg befindet und Sie in München wohnen. Der Ihnen nächstgelegene Fachmann tauscht sich dann mit dem Fachmakler am Objekt aus. Hierdurch haben Sie nur einen Ansprechpartner.

Die qualifizierten Unternehmungen verfügen über jahrzehntelange Berufspraxis, bilden sich stetig fort, tauschen sich mit Fachkollegen aus um für Sie effizient den bestmöglichen Service bieten zu können.

Nebenbei bemerkt:

  • Beachtung finden sollten bei Immobilienverkauf:
  • Die Immobilienwertermittlungsverordnung ImmoWertV
  • Die Wohnflächenverordnung WoFIV
  • Das Baulastenverzeichnis
  • Der Energieausweis
  • Datenschutz Grundverordnung DSGVO
  • Geldwäschegesetz GWG
  • Steuerliche Auswirkungen auf Ihr Vermögen

Die Vorbereitung

Eine gute Verkaufsvorbereitung ist wie das Fundament eines Hauses. Wackelt das Fundament oder weist es Unsicherheiten auf, wird der ordentliche Hausbau unmöglich. Zunächst steht das Zusammentragen der Flurausschnittskarte, des Grundbuchauszuges, der Grundrisse und Schnitt- sowie Ansichtszeichnungen, der Wohnflächenberechnung, der Berechnung vom umbauten Raum, der Baubeschreibung nebst Baugenehmigung, Energieausweis und der Versicherungspolice an.

Den Flurkartenausschnitt können Sie bei einigen Katasterämtern auch per Email bestellen, die Rechnung erhalten Sie oftmals gleich mit. Nach dem Erhalt prüfen Sie ob die Bebauungen allesamt eingetragen sind. Bitte beachten Sie, dass es sehr geschäftstüchtige Unternehmen im Internet schaffen, Unwissende auf teure Plattformen zu locken. Hier wird dann z.B. der Flurkartenausschnitt für wesentlich mehr Geld an Sie verkauft.

Ein aktueller Grundbuchauszug wird bei einer Finanzierungsanfrage Ihrer Interessenten von den Banken gefordert, zudem können hier Details zu z.B. Grunddienstbarkeiten, Eigentumsverhältnissen etc. rechtzeitig zur Klärung erkannt werden, daher ist es sehr wichtig diesen beim zuständigen Grundbuchamt einzuholen (Personalausweis und/oder Vollmacht zur Abholung mitbringen). Bitte beachten Sie, dass es sehr geschäftstüchtige Unternehmen im Internet schaffen, Unwissende auf teure Plattformen zu locken. Hier wird dann der Grundbuchauszug für wesentlich mehr Geld an Sie verkauft. Bei Eigentumswohnungen erhalten Sie ein sog. Wohnungsgrundbuch.

Die Grundrisse und Schnitt- und Ansichtszeichnungen können Sie nebst der Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung, Baugenehmigung, wenn nicht schon vorhanden, auch direkt im zuständigen Bauarchiv einsehen und meistens kostenpflichtige Kopien bzw. Ablichtungen erstellen lassen. Achten Sie darauf, dass die Zeichnungen aktuell und im Bedarfsfall ein Fachmann diese Unterlagen korrigiert. Stimmt die Baubeschreibung oder wurden bereits seit Errichtung schon z.B. energieeinsparende Komponenten wie neue Fenster, neues Dach, Dämmung der Kellerräume, Fassadendämmung verbaut? Erfassen Sie diese Details und belegen diese mit entsprechenden Rechnungen, Nachweisen. Eigentumswohnung: In diesem Archiv erhalten Sie auch die Teilungserklärung.

Grundrisse und Schnittzeichnungen vor Veröffentlichung des Hauses ordentlich aktualisieren und überarbeiten

Häufig ändern sich die Grundrisse, Schnittzeichnungen eher selten. Für alle Zeichnungen gilt jedoch, dass nur aktuelle Zeichnungen für Kaufinteressenten wirklich hilfreich sein können. Wir messen und zeichnen auch für Sie.

Der Energieausweis soll eine Aussage zu dem aktuellen Energieverbrauch/-bedarf treffen. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Energieausweisetypen, den verbrauchs- und den bedarfsbasierten.

Der Verbrauchsausweis legt die Energieverbrauchswerte der vergangenen Jahre zugrunde, diese können allerdings stark vom Verhalten der Bewohner und dem Klima abhängen. Für den verbrauchsabhängigen Ausweis werden die tatsächlichen, belegbaren (Abrechnung vom Energieversorgungsunternehmen (EVU), Heizöllieferanten, Heizkostenabrechnung) Verbräuche als Berechnungsgrundlage herangezogen.

Der Bedarfsausweis wird hingegen unabhängig vom Nutzerverhalten berechnet. Hierzu sondiert ein Fachmann vor Ort genau den Zustand der Bausubstanz und der Heizungsanlage.

Sie als Eigentümer können in der Regel wählen, welchen Sie bevorzugen. Dabei gibt es aber einige Ausnahmen:

Diese zwei verschiedenen Berechnungsgrundlagen für Energieausweise sorgen häufig für Verwirrungen. Zudem ist die Vergleichbarkeit der Daten sehr eingeschränkt.

Der Verbrauchsausweis ist im Verhältnis zum Bedarfsausweis häufig günstiger, jedoch aus den vorgenannten Gründen nicht so aussagekräftig wie der Bedarfsausweis. Achten Sie auf die entsprechende Qualifizierung vom Aussteller und Gültigkeit eines vielleicht bereits vorhandenen Ausweises. Die Ausweise haben eine Gültigkeit von zehn Jahren ab Ausstellung.

Bei Wohnungseigentumsgemeinschaften sind noch die Protokolle der Eigentümerversammlungen den Unterlagen nebst Hausgeldabrechnungen, Teilungserklärung und Wirtschaftsplan beizufügen.

Unterlagen sortieren, Behörden besuchen, Prüfungen der Unterlagen und Korrekturen der Unterlagen können Zeit fressen. Diese Arbeiten und Wege erledigen souverän auch Ihr in der Karte nächstgelegene Immobilienprofi. Sprechen Sie diesen einfach an und gehen Sie auf Nummer Sicher.  

Immobilienkauf ist eine Sache des Vertrauens. Können Sie gleich die aufbereiteten Unterlagen vollständig vorlegen, erhöht dies das Vertrauen …zu Ihnen und dem zu verkaufenden Haus bzw. der Wohnung.

Der richtige Kaufpreis

Einige Ratgeber führen aus, dass 10-15% über den angestrebten Verkaufspreis die richtige Preisangabe für die Öffentlichkeit sei. Klar ist, es wird verhandelt. Wie weit Sie diese Verhandlungen, hoffentlich nicht zu Ihren Ungunsten als persönlich betroffener Verkäufer, mitmachen ist Typabhängig. Die besten Verkäufer, Geschäftsleute haben schon beim eigenen zu Hause negative Verhandlungsergebnisse erzielt, da sie -anders als im Beruf- persönlich betroffen waren. Der richtige Kaufpreis ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Hier zu benennen sind grundlegende Dinge wie z.B. die Lage, die Ausstattung, Grundriss, der Zustand von Ausstattung und Bausubstanz und dem etwaigen Grundstück und Nebengebäuden, die etwaigen Belastungen, den Werten der Bodenrichtwertkarte (Gutachterausschuss), mögliche Eintragungen im Baulastenverzeichnis, der aktuelle Markt, der mögliche vorhandene Bebauungsplan sowie die vorsehbaren Änderungen im Umfeld. Aus diesen Faktoren leitet sich sodann ein marktgerechter Verkaufspreis ab. Häufig sind bei Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäusern dann auch noch die Mietverträge, Kautionen und damit ggf. einhergehenden Verpflichtungen zu berücksichtigen. Zu prüfen sind u.a. inwieweit die vorhandenen Pläne und Unterlagen dem aktuellen Zustand wiedergeben oder ob sich z.B. Grundrisse und Schnittzeichnungen verändert haben. Gab es vor Ihnen einen anderen Eigentümer stellt sich die Frage ob etwaige Erweiterungen, Umbau- und Anbauten genehmigt wurden. Stimmen die Wohnflächenberechnung und die Berechnung vom Umbauten Raum kann ein Energieausweis, sollte dieser nicht schon vorliegen und noch Gültigkeit haben, in Auftrag gegeben werden. Bitte beachten Sie den korrekte Ausweisart und lesen Sie hierzu „Der Energieausweis“.

Zur Wertermittlung steht die ImmoWertV zur Verfügung. In dieser Verordnung werden das Vergleichswertverfahren, die Ermittlung vom Bodenwert, das Ertragswertverfahren sowie das Sachwertverfahren geregelt. Mit den unterschiedlichen Verfahren werden unterschiedliche Objektarten berücksichtigt. Das Ertragswertverfahren findet so zum Beispiel überwiegende Anwendung bei Renditeobjekten wie vermieteten Einfamilienhäusern, Miethäuser oder vermietete Gewerbeeinheiten. Das selbstgenutzte Einfamilienhaus hingegen ist hiervon weitestgehend zu vernachlässigen.

Das bei einem Einfamilienhaus überwiegend, neben dem Vergleichswertverfahren, genutzte Sachwertverfahren ermittelt den Wert der baulichen Anlagen auf dem jeweiligen Grundstück und setzt den Wert der Herstellungskosten ins Verhältnis mit der Restnutzungsdauer. Die Restnutzungsdauer hängt u.a. von der Nutzung sowie der gewählten Bauweise ab.

Achten Sie gerade beim Thema Energieausweis auf die korrekte Einstellung und Darstellung, da einige Mitmenschen das Abmahnen von Veröffentlichungen im Internet und den Printmedien für sich als Geldquelle entdeckt haben.

Hilfreich ist hier ein unverbindlicher Termin mit einem Immobilienmakler, schauen Sie gerne hierzu in die Karte der qualifizierten Makleragenturen. Hier werden Sie gut beraten und bekommen keine utopischen Zahlen präsentiert.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht über das Ziel hinausschießen und einen nachvollziehbaren Kaufpreis veranschlagen, da Sie ansonsten Ihre wertvolle Zeit und mögliche ernsthafte Interessenten verbrennen. Eine objektive Betrachtung hilft.

Jetzt kann es fast losgehen… fast und beinahe.

Das Exposé

Lesen Sie gerne Prospekte für Urlaubsreisen oder Produktbeschreibungen? Ein Exposé soll eine fundierte, möglichst objektive Beschreibung vom Istzustand abbilden, jedoch auch Perspektiven eröffnen und Fakten gepaart mit Emotionen transportieren. Ihr Exposé soll neugierig auf die Besichtigung machen und nicht die Besichtigung ersetzen. Beschreiben Sie zunächst die Lage mit allen Vorzügen wie fußläufig erreichbare Einkaufsgelegenheiten, den Meerblick usw. . Beschreiben Sie die Form vom Grundstück, die Himmelsausrichtung, die Gestaltung der Auffahrt und der Einfriedung. Erläutern Sie die den Grundriss, gehen Sie auf das vielleicht vorteilhafte zentrale Wohnzimmer als Lebensmittelpunkt mit der offenen Küche und direkten Austritt auf die große und sonnenverwöhnte Terrasse ein. Verraten Sie welche Annehmlichkeiten den neuen Besitzer genießen kann. Ein Außenrollo macht auch den Tag zur Nacht und hemmt Einbrecher bei deren Geschäftsmodell. Schreiben Sie etwas zur Bausubstanz und evtl. Modernisierungen. Dass Sie das Dach zum Beispiel im Jahre 2019 mit hochwertigen Dachsteinen eindecken haben lassen. Dieses allein sorgt für viele Besichtigungstermine, jedoch ggf. auch bei den Interessenten während der Besichtigung für Desillusionen. Verschweigen Sie nicht, dass das Badezimmer vielleicht erneuert werden muss oder zwei von 12 Fenstern noch nicht getauscht sind. Sie sparen sich selbst und den Kaufinteressenten Zeit und beugen Missverständnissen vor.

Einige Agenturen haben sich übrigens auch auf die Begleitung von Verkaufsabläufen spezialisiert, nutzen Sie auch hierfür die beigefügte Karte und sprechen Sie die Profis an.

Unterstreichen Sie Vorteile und Annehmlichkeiten, beschreiben Sie Ihr Objekt objektiv und lassen Sie dennoch Emotionen zu. Sein Sie ehrlich, informativ, das Exposé soll und darf nicht die eigentliche Besichtigung ersetzen.

Die Bilder

Lassen Sie Bilder sprechen. Die auf dem Markt verfügbaren Mobiltelefone sind super! Dennoch verwenden wir diese Art der Fotografie nicht, da die Belichtungszeiten, die Blende etc. kaum einstellbar sind. Diese Faktoren sind mitunter jedoch wichtig für das gewünschte Endergebnis.

Achten Sie auf ausreichende Beleuchtung und Anhaltspunkte für den Betrachter, dieser sollte sich gerne anhand der Bilder, der Bildbeschreibungen und der Bilderreihenfolge im Objekt wiederfinden und keinesfalls dort verloren gehen.

Räumen Sie vor dem Fototermin Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihre Garage und Ihren Garten auf, mähen Sie den Rasen, pflanzen Sie frische Blumen in Ihrem Blumenkasten, fahren Sie Ihren Wagen in die Garage oder vom Grundstück. Entfernen Sie herumliegende Unterlagen, Schlüssel, Schmuck, Uhren, Geldbörsen, Jacken auf dem Stuhl usw.. Umgehen Sie persönliche Bilder auf dem Nachtschrank und an der Wohnzimmerwand. Nutzen Sie möglichst das ehrliche Tageslicht. Schalten Sie dekorative Beleuchtungen ein.

Eine Sache des Geschmacks und der Lust an der Bildbearbeitung sind Weitwinkelobjektive. Unnatürliche runde Linien und Konturen sind irritierend und unschön, über- und unterbelichtete Objekte kaum zu identifizieren. Bei vermieteten Objekten zahlt es sich aus, auch wenn Sie jetzt ein gutes Verhältnis mit Ihren Mietern pflegen, sich eine Genehmigung der Bilderstellung geben sowie sich die Verwendung der Bilder für die Veröffentlichung bestätigen zu lassen.

Gartenansichten

Die in der Karte dargestellten Fachleute kennen die beste Art der Objektfotografie. Auch schöne und einprägsame Luftbildaufnahmen, selbstverständlich inkl. sämtlicher behördlicher Aufstiegsgenehmigungen, Berücksichtigung vom Datenschutz und Versicherungen, übernehmen diese Profis oftmals gerne. Unbewohnte Objekte können durch den Profi in kurzer Zeit ausgestattet werden, Stichwort Homestaging. Auch dieses kann Ihnen geboten werden.

Bilder sollen einen ersten Eindruck, wie auch das Exposé, vermitteln. Lassen Sie jedoch genug Details aus um eine Neugierde, ein Verlangen nach mehr Informationen und der Besichtigung zu schüren.

Die Pläne und Unterlagen

Die Pläne und Unterlagen sollen vervielfältig bzw. digitalisiert sein, dies vereinfacht die Datenversorgung der Kaufinteressenten, der Banken und des Notariates. Nebenbei stehen diese Informationen dem Interessenten sofort zur Verfügung, dies weckt Vertrauen in Sie durch zuverlässige schnelle Lieferung und die Kaufentscheidung wird nicht verzögert.

Die Unterlagen sind nach dem Zusammentragen zu ordnen. Veränderte Grundrisssituationen sind nicht mit einem Bleistift, sondern mittels einem Zeichenprogramm maßstabsgerecht zu zeichnen.

Die Wohnflächenberechnung ist zu prüfen und ggf. anzupassen. Achten Sie auf die Deckenschrägen und lichte Höhen. Die Vorschrift ergibt sich aus der Wohnflächenverordnung WoFIV.

Der Grundbuchauszug sollte nicht älter als drei Monate sein. Dieser wird von der finanzierenden Bank der Kaufinteressenten benötigt.

Neben den Grundrissen, der Schnittzeichnungen, der Gebäudeansichten, der Flurkarte, der Versicherungspolice soll auch der Energieausweis vor der Besichtigung vorliegen.

Achten Sie gerade beim Thema Energieausweis auf die korrekte Einstellung und Darstellung, da einige Mitmenschen das Abmahnen von Veröffentlichungen im Internet und den Printmedien für sich als Geldquelle entdeckt haben.

Die Immobilienagenturen befinden sich stets, durch stetige Fortbildungen, auf dem aktuellsten Stand.

Pläne und Unterlagen, Schwarz auf Weis wirken Vertrauensfördernd. Treten Sie geordnet mit Ihren Unterlagen auf und stellen diese stets zeitnah um umgehend zur Verfügung. Achten Sie bei der Herausgabe von Mietverträgen, Personenbezogene Daten auf das geltende Datenschutzrecht.

Die Qualifikation von Interessenten

Warum hat ein Diskothekenbetreiber einen Rausschmeißer? Weil es für das untrainierte Auge und Gefühl schwer ist Störenfriede und zahlende Kunden zu unterscheiden. Als Gastgeber Menschen abzulehnen ist das Thema um Ärger und Zeitverlust zu vermeiden. Als Haus- oder Wohnungsverkäufer sind jedoch noch viel mehr als nur Rausschmeißer: Anbieter, Terminkoordinator, Verkäufer, Verhandlungsführer und Bauspezialist.

Die Mehrheit der heutigen Kaufinteressenten ist heute bereits in der Lage über die von einem Darlehensgeber zur Verfügung stehenden Mittel eine Aussage zu treffen. Diese Interessenten haben bereits mit einer Bank ein mindestens erstes Finanzierungsgespräch samt Gehaltsnachweisen etc. geführt. Viele dieser Kaufinteressenten lassen sich die Kreditwürdigkeit von eben diesem Geldinstitut bescheinigen.

Viele Interessenten werden Sie telefonisch, per Email oder Kontaktformular (Immobilienportale) kontaktieren.

Eine schnelle Reaktion und Beantwortung der Anfrage ist jetzt geboten, auch am Sonn- und Feiertag. Vor der Absprache zu einem Besichtigungstermin lassen Sie sich bitte den vollständigen Namen, die Anschrift und Telefonnummer der Interessenten geben sodass Sie auch für etwaige Terminstornierungen und den Unterlagenversand per Post gut ausgestattet sind.

Der Kapitalnachweis ist in unseren Augen eine Grundvoraussetzung für die gewünschte Besichtigung, da diese Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt.

Die Unterlagen können Sie während der Besichtigung einsehen lassen und beim weiter gefestigten Interesse den Interessenten geordnet und, wie hier beschrieben, aufbereitet via Email oder auf dem Postweg zusenden.

Immobilienmakler arbeiten auch im Interesse der Eigentümer, effizient und qualifizieren Besucher vor der ersten Besichtigung.

Lassen Sie sich nicht blenden, verpassen Sie sich keine Chance.

Die Besichtigung

Haben Sie, wie hier beschrieben die Unterlagen aufbereitet und geordnet, die Interessenten qualifiziert, den Rasen gemäht, das Haus aufgeräumt und durchgesaugt, ordentlich durchgelüftet vereinbaren Sie die Besichtigung sodass Sie ausreichend viel Zeit haben. Ablenkende Dinge wie süße Hunde etc. sollten zu diesem Termin nicht zu Hause sein sodass der interessierte Besucher sich ausschließlich auf das Haus konzentrieren kann. Natürlich ist Sonnenschein, trockenes Wetter eine gute Voraussetzung für eine angenehme Besichtigung. Beginnen Sie die Besichtigung und führen Sie die Interessenten durch das Haus, machen Sie auf Vorteile aufmerksam, präsentieren Sie die Küche…lassen Sie die Interessenten auch selbst Türen öffnen, Licht ein- und ausschalten… das ZUHAUSEGEFÜHL muss sich einstellen. Gehen Sie auch auf etwaige reparierte Schäden ein.

Vor Besichtigungen sollten Sie Ihre Geldbörse, Ihren Schmuck etc. nicht offen in den Wohnräumen liegen lassen!

Ermutigen Sie Ihre Kunden das elektrische Außenrollo oder das Garagentor zu bedienen, das bereitet den meisten Menschen Freude, obgleich es nur ein kleiner Knopf ist.

Während der Besichtigung kann es geschehen, dass Interessenten nicht so sind wie diese zunächst vorgegeben haben zu sein, nett und aufgeschlossen. Lassen Sie sich von deren Meinungen über Ihre Immobilie weder entmutigen noch verletzen. Hören Sie sich die Kritik an, sein Sie bitte jedoch nicht zu sensibel. Es versteht sich von selbst, dass oftmals Geschmacksrichtungen unterschiedlich sind, dass sich angesagte Fliesendesgins und Küchenfronten wandeln. Bieten Sie jedoch Einhalt sollte das „Schlechtreden“ der Immobilie unsachlich und verletzend sein. Sie sind Gastgeber und Rausschmeißer.

Immobilienmakler verstehen sich darauf mit unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten, auf unterschiedliche Interessen einzugehen und durch die Besichtigung zu führen. Qualifizierte Immobilienmakler tauschen sich während Sie sich um Familie und Beruf kümmern mit den Bankkaufleuten der finanzierenden Banken aus um auch hier auf dem Laufenden zu bleiben und Sie als Verkäufer zu informieren.

Lassen Sie die Interessenten das ZUHAUSEGEFÜHL erleben.

Die Verhandlung

Leicht ist es für viele Verkäufer nicht fremde Menschen neutral durch die eigenen vier Wände zu begleiten und Rede und Antwort z.B. zu der Bausubstanz, dem Grundbuch, der Grundstückaufteilung, der Kaufabwicklung zu stehen. Und genau dieses befremdliche Gefühl vieler Verkäufer ist eine Chance für einige Käufer einen sehr geringen Kaufpreis zu verhandeln. Das Nachsehen hat dann der Verkäufer, die Arbeit und die auf der Strecke gebliebenen Nerven sowieso.

Ist Ihre Kalkulation sauber oder haben Sie im Idealfall einen Profi gefragt? Der Kaufpreis muss plausibel und nicht überzogen sein, sonst laufen Sie Gefahr wertvolle Zeit zu verschwenden und Interesse zu verbrennen. Beginnen Sie mit einem zu hohen Preis und mindern Sie diesen nach einiger Zeit bekommen auch das die Kaufinteressenten durch die Internetplattformen und Zeitungsanzeigen genau mit und wittern ein Schnäppchen oder unseriöse Vorgehensweise, dies schürt kein Vertrauen.

Versprechen Sie Ihr Eigentum nicht zu früh. Geben Sie Bedingungen vor. Lassen Sie sich einen Kapitalnachweis vorlegen. Der Zeitpunkt das Objekt niemanden mehr weiter anzubieten kann die Bestellung vom Kaufvertragsentwurf durch den Kaufinteressenten sein, nicht vorher.

Die Kaufzusage der Kaufinteressenten kann in den Erfolg führen, muss aber nicht. Die erste wirkliche Etappe haben Sie mit Unterschrift des Kaufvertrages erreicht. Die zweite Etappe ist als Zahlungsziel und die dritte und letzte Etappe ist mit der erfolgreichen Übergabe zu bezeichnen.

Ein Immobilienmakler arbeitet souverän die anstehenden Korrespondenzen ab, organisiert Termine, stellt dem Notariat die erforderlichen Unterlagen zur Verfügung und begleitet Sie stets um das angestrebte Ziel erfolgreich zu erreichen.

Der Kaufvertrag

Im Kaufvertrag werden die gewünschten Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer im gesetzlichen Rahmen dokumentiert. Der Notar wird in der Regel vom Käufer beauftragt und bei Vertragsdurchführung auch bezahlt. Sollte der Vertrag nach Unterzeichnung, z.B. durch Nichtzahlung bei Arbeitsplatzverlust des Käufers, nicht durchgeführt werden haften Käufer und Sie als Verkäufer gesamtschuldnerisch dem Notariat gegenüber. Die Notargebühr beträgt bundeseinheitlich 1,5% vom Kaufpreis.

Die Kaufvertragsvorbereitung wird in der Regel bei rein privaten Verkäufen durch den Käufer erledigt. Bei Mitwirkung eines Immobilienmaklers leitet dieser die Schritte in Ihrem und dem Interesse des Käufers ein.

Die Immobilienübergabe

Die Immobilie wird wie im jeweiligen Kaufvertrag beurkundet übergeben. Die Zählerstände werden dokumentiert. Bis zur Übergabe sind Sie als Verkäufer für das Objekt allein verantwortlich. Das Objekt darf sich seit der Vertragsschließung nicht verschlechtert haben. Eine Übergabe mit gemähten Rasen ist auch viel allerseits erfreulicher.

Ein Zeuge ist bei einer Übergabe stets gut platziert, der Immobilienmakler begleitet Sie auch bei diesem Anlass und protokolliert diesen. Nach der Übergabe wird dem Notariat diese mitgeteilt.

Wichtig ist beim Zusammentreffen mit Kaufinteressenten dann nur noch die Verhandlungssicherheit und Neutralität Ihrem eigenen Haus oder Wohnung gegenüber.

Fragen Sie im Zweifelsfall einen versierten Immobilienmakler mit einwandfreien Ruf.